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Paulina Olowska * 1976 in Danzig (pl), lebt und arbeitet in Berlin (de) Zofia Stryjeńska 2008, Gouache auf Leinwand, 230 x 400 cm; 230 x 160 cm; 230 x 180 cm; 230 x 240 cm; 80 x 55 cm, 150 x 390 cm Paulina Olowskas neue Serie von großformatigen Bildern mit dem Titel Zofia Stryjeńska ist ein malerischer Dialog mit dem umfangreichen Werk der polnischen Künstlerin Zofia Stryjeńska (1891–1974). Stryjeńskas Gemälde, beeinflusst von Art déco, slawischer Mythologie und Volkskunst aus der Tatra, feiern idealisierte bizarre Welten aus der Vergangenheit. Der Optimismus und die große, einzigartige Fantasie, die Stryjeńskas Bilder ausstrahlen, faszinieren Olowska, seit sie diesen Arbeiten zum ersten Mal begegnet ist. Auf der Grundlage einer exemplarischen Auswahl von Gouachen und Gemälden aus den Sammlungen der Nationalmuseen in Warschau und Krakau hat Olowska nun monumentale Kopien in Grautönen geschaffen. Dieses Ensemble ergänzt sie durch ein von ihr gemaltes Porträt von Stryjeńska. Der Einsatz von Graustufen ermöglicht es Olowska, sich auf die sehr lebendige und kontrastreiche Komposition und das räumliche Arrangement in Stryjeńskas Gemälden zu konzentrieren. Dadurch wird die Anmutung von Schwarz-Weiß-Reproduktionen aus Büchern heraufbeschworen und eine gewisse Distanz geschaffen, über die Olowska sich auf respektvolle Art Stryjeńskas Arbeiten nähern kann, um das zu erkunden, was sie an diesen Gemälden am meisten interessiert: die bizarren Figurenkonstellationen und deren ausgeklügelte Kleiderordnungen, die Darstellung von Tieren und Natur sowie die feinsinnige Verwirrung von Geschlechterstereotypen. Was beim ersten Blick auf Stryjeńskas Malerei wie eine eher traditionalistische Darstellung eines historischen Ereignisses wirkt, wird bei genauem Hinsehen zum Ausgangspunkt einer höchst eigenwilligen, aus der Fantasie geborenen Erzählung. |