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Babette Mangolte * 1941 in Montmorot (fr), lebt und arbeitet in New York (us) Presence 2008, Videoinstallation mit Fotografien, 16-mm-Film übertragen auf DVD, Zwei-Kanalton; Schwarz-Weiß-Fotografien, gerahmt, Größe variabel (NOW) or MAINTENANT ENTRE PARENTHESES 1976 , 16-mm-Film übertragen auf DVD, 10 Min., Farbe, ohne Ton Als die Fotografin und Filmemacherin Babette Mangolte 1971 aus Paris nach New York kam, wurde sie Teil der Avantgarde-Szene um Tanz-, Theater- und Performancekünstler wie Yvonne Rainer, Trisha Brown, Robert Wilson und Richard Foreman, dessen Stück Total Recall (1970) in ihr das Bedürfnis entfachte, die Aufführungen fotografisch festzuhalten – Foreman hatte, wie auch die anderen Künstler, keinerlei Dokumentation seiner Arbeiten vorgesehen. So begann Mangolte, ein umfangreiches Archiv anzulegen, das heute von der Dynamik und Lebendigkeit der Kunst jener Zeit zeugt. Nach dem Motto »shoot first and think later« – ähnlich dem Zufalls-Konzept der Fluxus-Bewegung – entwickelte die Künstlerin ein einzigartiges Werk, in dem die Frage der Übersetzung körperlicher Präsenz in das Medium Film im Mittelpunkt steht. Mangoltes zweiter Film, (NOW) or MAINTENANT ENTRE PARANTHESES, ist zugleich eine Reflexion der Konstruktion der Gegenwart (das unvermeidlich kollabierende now, das in einer instabilen Wand, die eine Schauspielerin aus Zigarettenschachteln aufbaut, seinen allegorischen Ausdruck findet) und eine Studie zu Berührung und Manipulation, dargestellt in kontrollierten Handbewegungen der männlichen und weiblichen Protagonisten. Der Film wird im Wechsel mit Mangoltes neuer Arbeit Presence gezeigt. Sie besteht aus zwei Filmen, die Innenraum und Oberfläche ergründen. In dem einen der neu entstandenen Kurzfilme fokussiert Mangolte ein absolutes, verstörendes Innen: Sie befindet sich allein eingeschlossen in einem leeren Raum und hält ihren subjektiven Blick fest, der klaustrophobisch in dem sterilen weißen Raum gefangen ist. Für den zweiten Film hat sie Blumen und Kakteen so aufgenommen, dass ihre Texturen und Oberflächen epische Proportionen annehmen und ein Gegenstück zu dem angsterregenden Innenraum des ersten Films bilden. Nur ein Schrei ohne jeden Bezug zum Bild durchbricht die Stille beider Filme. Parallel zu diesen Arbeiten werden zwei Serien von Schwarz-Weiß-Fotografien aus den 1970er Jahren gezeigt: Motion Studies thematisiert Innenräume, Abstraction Cape Cod die Oberfläche. Zusammen ergänzen sie das Doppel von Presence. |